Finale Working Cowhorse
Da die Trainingsmöglichkeiten in Deutschland noch immer begrenzt sind, ist die Gemeinde der Cowhorse Reiter nicht sehr groß. Auch was die Turniere angeht, gibt es in Deutschland anders als zum Beispiel in Schweden oder Italien keine Novice oder Green Klassen, so dass der Nachwuchs sich langsam in diese Disziplin einfinden könnte. Umso erfreulicher ist es, dass die Zahl der Cowhorse Reiter ständig steigt.
Die Voraussetzungen, um mit dem Cowhorse Training zu beginnen, sind ein sattelfester Reiter und ein Pferd, das anhalten kann, sich lenken lässt und umdreht. Wer glaubt, dass Rinderarbeit nur schnell sei, irrt. Die Geschwindigkeit variiert mit dem Druck, den der Reiter auf das Rind ausübt.
In der Rinderarbeit sieht es für Laien oft so aus als sei der Reiter komplett vom Rind abhängig. Dies ist nicht wirklich so. Natürlich kann man aus einem 65er Rind kein 75er machen, aber ein guter Reiter kann aus einem 70er schon noch ein 72er machen. Es ist wichtig, dass der Cowhorse Reiter im Rahmen seines Trainings lernt, wie ein Rind reagiert und wo es hinlaufen will. Im Vorfeld kann man sich darauf vorbereiten, aber man sollte immer einen Plan B und auch einen Plan C haben.
Ziel der Cow Work ist es, das Rind an der kurzen Seite der Bahn einige Zeit zu halten, um zu zeigen, dass der Reiter in der Lage ist, das Rind zu kontrollieren. Dann lässt er das Rind auf die lange Seite laufen und sollte es mindestens einmal auf jeder Seite gegen die Bande wenden. Abschließend soll es in die Bahn getrieben und dort mindestens in jede Richtung einmal gezirkelt werden.
Die meisten der diesjährigen Starter sind schon länger dabei wie zum Beispiel Philip Martin Haug (6-facher Europameister und 11-facher Deutscher Meister). Er selbst showte seinen Hengst Slidin on Diamonds, das erfahrenste und erfolgreichste Cowhorse Pferd in diesem Finale.
Am Ende hieß der neue „EWU-Champion Working Cowhorse“ Philip Martin Haug aus Berlin/Brandenburg mit Slidin on Diamonds (Score 429,5). Mit einem Abstand von 8 Punkten (Score 421,5) ging die Silbermedaille an die Amazone Sabine Brasche aus Bayern mit ihrer Quarter Horse Stute Lil Peptorella. Über die Bronzemedaille darf sich Achim Götz (RLP) mit einem Score von 415,5 Punkten freuen, der seine Quarter Horse Stute One of a Sign vorstellte.
Die weiteren Plazierten sind:
4. Patrick Sattler (BAWÜ) – Dualin Rippy (407,5)
5. Patrick Sattler (BAWÜ) – Freckles Miss Olena (406,5)
6. Thomas Christ (BAY) – CS Elite Skip (382)
7. Thomas Christ (BAY) – CS Elites Just Fun (380)
8. Achim Götz (RLP) – Signed by Chex (374)
9. Nadine Hartmann (BAY) – CS Elites Shy Girl (188,5)


